Th II – 63365

Th II – 63365

 

Beschreibung

ZEISS-Theodolit II mit Vertikalkreis – Seriennummer 63365

Hersteller: Carl Zeiss Jena

Vergrößerung: 27-fach
Objektivdurchmesser: 40 mm
Fernrohrlänge: 175 mm
Empfindlichkeit der Alhidadenlibelle: 30 Sekunden pro 2 mm
Vergrößerung des Ablesemikroskopes: 42-fach
Durchmesser des Horizontalkreises: 95 mm
Durchmesser des Vertikalkreises: 48 mm
Teilkreisanzeige: 400 gon
Gewicht des Instrumentes: 6,3 kg (mit Vertikalkreis)
Gewicht des Holzbehälters: 4,6 kg (mit Zubehör)
Abmessungen des Holzbehälters: 34 x 24 x 20 cm
Herstellungsjahr: 1945 oder 1946

Quelle: Gebrauchs- und Justieranweisung zum ZEISS Theodolit II und Zusatzeinrichtungen, Carl Zeiss Jena, Druckschrift Geo 121/III, Seite 2

„Der neue Zeiss-Theodolit II ist ein Instrument, das die Vor­züge eines Theodoliten modernster Konstruktion in sich vereinigt, durch kleine Dimensionen, geringes Gewicht, formschönen und stabilen Aufbau sich auszeichnet und dabei die Leistungsfähigkeit eines ungleich größeren und schwereren Schraubenmikroskoptheodoliten besitzt. Die Kreise, Ablesemikroskope, Achsen, Fuß- und Feinstell­schrauben sind gegen äußere Einflüsse geschützt eingebaut. Des­halb ist die Widerstandsfähigkeit des Instrumentes sehr groß. Alhidade und Kreisbuchse sind in den bewährten zylindri­schen Stahlachsen gelagert, die sich bei Temperaturschwankungen nicht festsetzen. Durch sinnreiche Anordnung aller während der Messung zu betätigenden Teile ist einfache und sichere Handhabung gewährleistet und ein rasches Arbeiten bei sämtlichen Messungen er­möglicht.“

Quelle: ZEISS UNIVERSAL-Theodolit II, Carl Zeiss Jena, Druckschrift Geo 113, Seite 4

Voll funktionsfähiger Zustand. Der optische Zustand ist mit der Note 2 zu bewerten.

Die Transportbox sowie sehr viel und zum Teil sehr seltenes Zubehör ist vorhanden, siehe Foto.

Besonderheit:

Der Theo wurde offensichtlich in
San Antonio, Texas
verkauft oder repariert. Ein entsprechendes Schild ist außen auf der Kiste angebracht, siehe Foto. Diese Firma existiert laut Angabe auf diesem Schild seit 1940, so dass es tatsächlich so sein könnte.


Seitenansicht von rechts in Fernrohrlage 1 mit dem kompletten Zubehör

Seitenansicht von rechts Fernrohrlage 1

Seitenansicht von vorn rechts, auf dem Fernrohr befindet sich das Objektivprisma mit Zenit- und Nadirzielung.
Die Eintrittsöffnung des Objektivprismas ist 26×26 mm groß. Bei 27-facher Fernrohrvergrößerung beträgt daher die Fläche der Austrittspupille rund 1 mm². Diese Helligkeit reicht für astronomische Beobachtungen aus. Das Objektivprisma läßt ein Objektivsegment frei, das normalerweise durch eine Klappe verschlossen wird, das aber direkte Zielungen auch bei aufgesetztem Prisma ermöglicht. Objektivprisma und Gegengewicht sind je mit einem Diopter parallel zur abgelenkten Zielrichtung versehen. Dadurch wird das Auffinden der Ziele wesentlich erleichtert und beschleunigt. Durch Messen in 2 Prismenlagen I und II lassen sich Prismen- und Achsenfehler eleminieren.

Seitenansicht von links in Fernrohrlage 1 mit oben aufgesetzter Röhrenbussole.
Gemäß der erkennbaren Seriennummer 63365 auf der Röhrenbussole gehört Diese original zur Ausrüstung des hier beschriebenen Th. II.
Wenn die Bilder beider Nadelenden koinzidieren, zeigt die Nadel die Richtung des magnetischen Meridians an und gibt die Möglichkeit, den Horizontalkreis zu orientieren. Dies geht bei Verwendung der Kreisklemme sehr rasch. Die Richtgenauigkeit bei Verwendung der Röhrenbussole beträgt infolge der Koinzidenzeinstellung +/- 1′ bis 2′.
Am Rändelring der Spiegelfassung ist der Haltering als Zwischenstück befestigt. Hier könnte jetzt eine Taschenlampe zur Beleuchtung der Teilkreise, des Mikrometers, des Fadenkreuzes und der Höhenindexlibelle angebracht werden. Leider fehlt die Taschenlampe.

Ansicht von links hinten in Fernrohrlage 1.

Modellbezeichnung, Hersteller und Herstellungsnummer

Hier noch mal die Röhrenbussole von oben links betrachtet

Oben die Röhrenbussole, unten die Fernrohrlibelle
Diese ist ebenfalls wie die Röhrenbussole ein Zubeörteil. Mann kann den Theodolit damit wie ein Nivellierinstrument benutzen.

Hier das Prisma für die Libellenbeobachtung der Höhenindexlibelle, einspielend.

Okularmikrometer als Zubehörteil, extrem selten anzutreffen!
Das Okularmikrometer dient dazu, die Differenzen der Zenitdistanzen der verwendeten Sternpaare genau zu messen. Der Messbereich beträgt 60 Minuten. An der Mikrometertrommel kann von 5“ zu 5“ direkt abgelesen und 0,5“ bis 1“ geschätzt werden.

Vorsatzkeil der Distanzmeß-Ausrüstung „Dimeß“ als Zubehör.
Mit einer speziellen Latte kann man Entfernungen auf rein optischem Weg messen.
Der Vorsatzkeil ist ein unverkitteter achromatischer Glaskeil vor der Mitte des Objektivs mit einem Ablenkungswinkel von genau 1:100. Die mittelere Genauigkeit der Entfernungsmessung beträgt 2 bis 3 cm pro 100 m Schrägdistanz.

Blick in die geöffnete Transportkiste aus Holz

Schild außen auf der Holztransportkiste

Die Holztransportkiste