Tachymeter-Theodolit Theo 030

Tachymeter-Theodolit Theo 030

 

Beschreibung

Tachymeter-Theodolit Theo 030 – Herstellungsnummer 77878

 

Hersteller: VEB Carl Zeiss Jena
Vergrößerung: 25-fach
Objektivdurchmesser: 35 mm
Fernrohrlänge: 195 mm
Sehfeldwinkel: 1,6°
Multiplikationskonstante: 100
Additionskonstante: 0
Kürzeste Zielweite: 1,8 m
Größte Zielweite (1-cm-Latte) für Schätzung +/- 0,5 mm: etwa 100 m
Größte Zielweite (1-cm-Latte) für Ablesung +/- 0,5 cm: etwa 350 m
Winkelwert für 2 mm Blasenweg
– der Querlibelle: 30″
– der Höhenindexlibelle: 30″
– der Dosenlibelle: 8′
– der Nivellierlibelle: 30″
Horizontalkreis
Durchmesser: 94 mm
– Skalenwert: 1c bzw. 1′
– Schätzbarkeit der Anzeige auf: 0,2c bzw. 0,1′
Vertikalkreis
– Durchmesser: 74 mm
– Skalenwert: 1c bzw. 1′
– Schätzbarkeit der Anzeige auf: 0,25c bzw. 0,2′
Mikroskopvergrößerung: 65x
Kreisteilung der Teilkreise und der Bussole: 400g
Höhe des Instrumentes (Kippachsenhöhe): 200 mm
Gewicht des Instrumentes: 4,0 kg
Gewicht des Behälters: 4,4 kg
Maße des Behälters: 25 x 37 x 18 cm
Baujahr: ca. zwischen 1948 und 1950

„Der neue Tachymeter-Theodolit Theo 030 ist für alle geodätischen Arbeiten geeignet, bei denen für die einmal in beiden Fernrohrlagen gemessene Richtung ein mittlerer Fehler bis zu +/- 15cc bzw. 5″ zulässig ist. Die Hauptanwendungsgebiete sind
– Polygonierungen über und unter Tag
– Kleintriangulierungen
– Absteckungsarbeiten
– Präzisions-Tachymetrie für das Kataster
– topografische Tachymetrie“

Quelle: Prospekt zum Tachymeter-Theodolit Theo 030, Druckschriften-Nr. CZ 10-058-1, Seite 2, von 1950

Es handelt sich bei diesem Theo 030 um einen der ersten nach dem 2. Weltkrieg in Jena hergestellten Instrumente. Der Vorgänger war der Theo IV. Die Farbe der Lackierung erinnert sehr stark an die Vorkriegs- bzw. Kriegsmodelle. Außer der verbogenen Klemmschraube des Vertikalkreises, was die Funktion nicht beeinträchtigt, befindet sich der Theo in einem technisch hervorragenden Zustand. Alles funktioniert tadellos und der Durchblick durch das Fernrohr ist klar und frei von Einschlüssen. Die beiden Teilkreise lassen sich sehr deutlich ablesen. Für das Alter von fast 70 Jahren ist dies ein bemerkenswert guter Zustand.

Hersteller, Modellbezeichnung, Herstellungsnummer, Qualitätssiegel


Links die Indexlibelle, rechts oben die Nivellierlibelle (Zusatzausrüstung), darunter die Dosenlibelle und rechts unten die Querlibelle

Das Fernrohrobjektiv, auf dem Fernrohr die Nivellierlibelle

Links das Fernrohrokular, rechts das Ablesemikroskop für die Teilkreise

Oben die Horizontalkreisanzeige: 126,753 gon
Unten die Vertikalkreisanzeige: 98,915 gon

Blick durch das Fernrohr mit dem Strichkreuz. Für die optische Streckenmessung mit lotrechter oder waagerechter Latte dienen die beiden Distanzstrichpaare mit der Konstante 100.

Der geöffnete Beleuchtungsspiegel für die Teilkreise

Links oben die Feinstellschraube für die Fernrohrkippung, rechts oben die Höhenindexschraube, unten links die Feinstellschraube für die Seitenbewegung unten rechts die Klemme für die Seitenbewegung und darüber die Dosenlibelle

Die Querlibelle, darunter die Repetitionsklemme.

Die Repetitionsklemme

„Eine neuartige Konstruktion gewährleister funktionssicheres Arbeiten bei Repetitionsmessungen und ermöglicht das Verfahren der halbautomatischen Richtungsübertragung beim Polygonieren.“

Quelle: Prospekt zum Tachymeter-Theodolit Theo 030, Druckschriften-Nr. CZ 10-058-1, Seite 4, von 1950


Draufsicht

Die verbogene, aber funktionstüchtige Klemmschraube für die Fernrohrkippung.


Ansicht von unten auf den Dreifuß

Blick in die geöffnete Transportkiste

Laut Inventarzettel gehören der Theo und die Kiste zusammen, da nummerngleich.

Blick in die Transportkiste mit dem Theo und Zubehör.

Das Zubehör. Die Sonnenblende sowie der Beleuchtungsadapter sind nicht original.

Die  Transportkiste mit dem originalen Schlüssel für das Schloss an der Transportkiste