Prototy Theo 010 B

Prototy Theo 010 B

 

Beschreibung

Theodolit Theo 010 B – Herstellungsnummer 102552

 

Hersteller: VEB Carl Zeiss Jena
Vergrößerung: 30-fach
Objektivdurchmesser: 40 mm
Baujahr: ca. zwischen 1990 und 1992

Es handelt sich bei diesem Theo 010 B wahrscheinlich um einen Prototyp und damit um ein extrem seltenes Exemplar. Es könnte gut möglich sein, dass es sich sogar um ein Einzelstück handelt.
Zuerst nahm ich an, dass eine Autokollimationsbeleuchtung zwischen Fernrohr und Okular montiert wurde, um den Theo als Kollimator zu benutzen, siehe folgendes Bild:

Dank eines Akkus von einem ETh 2 aus Oberkochen konnte ich dieses Teil mit Strom versorgen und plötzlich war ein roter Laserstrahl erkennbar. Dieser zielt genau auf den Punkt im Fadenkreuz, allerdings muss er dazu noch justiert werden.
Es könnte sich um einen Vorläufer der späteren Theodoliten handeln, die nach dem EDM-Prinzip messen (Elektronische Distanz-Messung). Wahrscheinlich waren das die ersten Schritte nach der Deutschen Einheit, die beiden Zweige von Carl Zeiss – Jena und Oberkochen – auch wieder zu vereinen.
Leider habe ich vom Verkäufer keine weiteren Informationen bekommen. Lediglich ist bekannt, dass der Vorbesitzer als Entwicklungsingenieur bei Carl Zeiss in Jena gearbeitet hat.
Für weitergehende Informationen wäre ich sehr dankbar.
Der Theo ist voll funktionsfähig, die einzige Abweichung von der „normalen“ Ausführung ist das kopfstehende Bild, der fehlende Kreisgrob- und -feintrieb sowie die fehlende Dosenlibelle.
An Zubehör ist ein Verbindungskabel und die Transportkiste vorhanden.

Links zwischen Okular und Fernrohr das Laserstrahl erzeugende Teil und in der Mitte oben das Netzteil. Vor dem Theo liegt das Stromkabel, welches ich an den Akku vom ETh 2 angeschlossen habe. Rechts auf dem Fernrohr befindet sich das Gegengewicht. Dieses stammt vom AKO 020.

Anstelle des Kreisgrob- und -feintriebes ist ein Rad vorhanden, dessen Funktion ich nicht erkennen konnte.

Oben Hersteller und Modellbezeichnung, mittig die Herstellungsnummer und unten die Libellen. Warum die Dosenlibelle fehlt, kann ich nicht sagen.

Hier ist die Funktionsweise erkennbar: oben im „O“ vom Schriftzug „THEO“ erkennt man den roten Laserpunkt. Unten auf dem Bild der Theo 010 B und das „Ziel“, die Wandkarte vom Theo 010.

Neben dem eigentlichen Strichkreuz ist ein zweites, versetztes Strichkreuz erkennbar. Das Bild ist kopfstehend und unten ist der Laserpunkt erkennbar.

Auf diesem Bild ist unten links am Stativ eine Haltevorrichtung sowie der Akku vom ETh 2 (Zeiss Oberkochen) erkennbar sowie das Stromversorgungskabel zum Netzteil am Theo oben rechts.

Der Theo 010 B mit dem Netzteil und dem Kabel in der Transportkiste.

Die geschlossene, handelsübliche Transportkiste für den Theo 010 B aus Kunststoff.